Freies WLAN im ganzen Ort dank Freifunk

Stefan Lorenz und Alexander Fox von Freifunk Erding (www.freifunk-erding.de) waren am 3. Februar zu Gast auf dem Stammtisch von SPD und Wählerforum. Sie erklärten den mehr als 20 interessierten Zuhörern, wie ein freies Internet für Alle funktionieren und wie einfach man selbst nur durch Aufstellen eines Routers Teil dieses ortsweiten Datennetzes werden kann. Surfen wann und wo man möchte und dies ganz ohne Kosten und Risiko: was wie eine – zugegebenermaßen schöne – Illusion klingt, kann dank Freifunk tatsächlich Wirklichkeit werden.

Die Vision von Freifunk ist die flächendeckende Verbreitung freier unabhängiger Datennetze. Dabei ist Freifunk Erding eine öffentlich zugängliche, nicht-kommerzielle und hierarchielose Initiative für freie Funknetzwerke. Die Resonanz auf das Freifunk-Angebot unter den Stammtisch-Gästen war groß. Spontan wären mehr als die Hälfte der Zuhörer bereit, beim Aufbau eines Finsinger Bürgernetzes mitzumachen und Ihren DSL-Router für die Einrichtung eines Knotens zur Verfügung zu stellen.

Wie funktioniert Freifunk?

Die technische Grundlage bildet ein sogenanntes Maschen-Netzwerk. Alle Knoten (WLAN-Router) im Freifunk-Netz werden durch spezielle Software (Firmware) direkt miteinander verbunden und bilden dadurch ein eigenes Funknetzwerk. Die Knotenbetreiber stellen einen Teil ihrer Internetkapazität

(z.B. 5mBit von 50 mbit) dem Freifunknetz zur Verfügung. Über Router (Maschenverbindungen) wird das bestehende Netz erweitert. Das eigene Heim- oder Firmennetzwerk bleibt davon unberührt. Selbstverständlich sind individuelle Einstellungen, die das eigene Nutzerverhalten berücksichtigen (wie z.B. Timer-Funktion o.ä.) möglich.

Wer profitiert von dieser Möglichkeit?

  • Alle, die bisher keinen Internetzugang haben
  • Alle Smartphone-Nutzer, die sich Kosten sparen wollen, wenn sie nicht über ihr Mobilfunknetz ins Internet wollen und Dienste wie facebook oder whatsapp nutzen wollen
  • Restaurants, Geschäfte, Firmen im Gewerbegebiet, Freizeiteinrichtungen (Sportplatz), soziale Einrichtungen (Seniorenheim) können ihren Gästen und Kunden kostenlos und ohne die Bürde des “Einloggens“ ein Netz zur Verfügung stellen

Wer Interesse hat, sich ebenfalls am Aufbau eines freien Bürgernetzes in Finsing zu beteiligen oder weitere Fragen dazu hat, kann sich gerne bei Thorsten Ecker, thorsten.ecker@gmail.com, melden.

SPD Chefin in Finsing und Selbständig