Gertruds Rede zur Wahl der Bürgermeisterkandidaten

Zur Aufstellungsversammlung am 11. Dezember 2013

 

Ich stelle mich euch/Ihnen vor, weil ich für das Amt der 1. Bürgermeisterin d. Gemeinde Finsing kandidieren möchte.

Wie sicherlich vielen bekannt heiße ich Gertrud Eichinger, bin 47 Jahre und habe 2 erwachsenen Kinder. Bin seit vielen, vielen Jahren glücklich verheiratet.

Vor ungefähr 15 Jahren zog es uns aus der Stadt München hinaus aufs Land und hinein nach Neufinsing.

Dort befindet sich auch mein Büro als selbständige Kommunikations-Designerin, das in letzten Jahren durch ein Netzwerk an freien Mitarbeitern ausgebaut worden ist, um mehr Service für meine Kunden und mehr Freiräume für mich zu schaffen.

Als unsere Familie in die Gemeinde kam, haben wir uns gleich unter d’Leut gmischt, die uns alle und überall herzlich aufgenommen haben.

Aktiv war ich: KiGa Elternbeirat, Schülerloste, Nachbarschaftshilfe

Weiterhin aktiv bin ich:

im Gewerbeverband und zwar seit seiner Gründung, als Mitglied der Vorstandschaft und gebe mit Kollegen das  „gehSchaufensterln“ heraus.

in der Pfarrei St. Georg: früher Familienfasching, seit 13 Jahren im Liturgischer Dienst

Kultur: einige Jahre Kabarett Rotstift, seit 11 Jahren Chor, mit Heini und anderen Helfern maßgeblich an der Organisation des Adventsmarkt und der besinnlicher Abendstunde beteiligt

Politisch: im 6. Jahr Gemeinderätin und Kreisrätin (Stv. Fraktionssprecherin) für die SPD, seit 7 Jahren Ortsvorsitzende, im Kreisverband und seit 3 Jahren Schriftführerin

Gemeinderat: im Bauausschuss, Ausschuss Familie und Kultur, Jugendreferentin

Kreistag: Mitglied im Ausschuss Bildung und Kultur (verantwortlich für Errichtung und Sachaufwand aller weiterbildenden Schulen von Berufsschule bis FOS/BOS sowie für Kulturpreisverleihung), vertrete meine Kollegen im Bauausschuss, Ausschuss Struktur/Umwelt/Verkehr und Kreisausschuss

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Im Gemeinderat ist in diesen 6 Jahren viel entstanden

Wir haben Schule Finsing saniert und erweitert, neuen Friedhof, Ortskern Eicherloh durch Straßensanierung aufgewertet, Kindertagesstätte St. Georg neu gebaut, Krippenplätze geschaffen, Betreuungszeiten ausgebaut, Staatsstraße saniert und Fußgänger/Radweg errichtet, Ortsmitte Neufinsing in weiten Teilen neu geplant, davon Pflegehaus mit Ambulanter, Tages- und Stationärer Pflege auf den Weg gebracht.

Viele Projekte zu denen ich voll und ganz stehe

Jugend

Als Jugendreferentingeschieht die meiste Arbeit im Hintergrund. Z.B. bei Projekten wie Jugendbandabend. Mit den Kolleginnen aus den Ortsteilen immer wieder Wert auf Öffentlichkeitsarbeit gelegt und doch mit einigem nicht durchgekommen, wie zB Skaterplatz.
Etwas überraschend kam dann jetzt auch aktuell die geplante ersatzlose Auflösung des Jugendraumes in Neufinsing.

In meiner ganzen gemeindlichen und ehrenamtlichen Arbeit ist mir immer eine gute Balance im Dreiklang Wohnen-Leben-Arbeiten ein Herzensanliegen.

Wohnen
  • Derzeitige Situation in Finsing: es fehlt bezahlbarer Wohnraum, besonders für junge Menschen, junge Familien und Alleinlebende. Deshalb brauchen wir mehr Wohnungsbau, vor allem mit kleineren Wohneinheiten.
  • Das Einheimischenmodell ist ein sehr gutes Instrument, es muss allerdings weiterentwickelt werden und auch kleine Wohneinheiten ermöglichen.
  • Die Menschen in Finsing brauchen weitere Baugebiete, wenn ihre Kinder am Ort wohnen bleiben wollen. Baugebiete die aber auch angemessenen Wohnraum für jeden Geldbeutel bieten.
  • Bei nächsten Wohngebieten müssen wieder mehr Freiflächen und öffentliche Grünflächen geschaffen werden, zu Fuß/per Rad, Begegnungsräume in der Nachbarschaft.
Leben
  • wie erläutert wurde viel gebaut für Familien, Kinder, Senioren aber zu wenig für Jugendliche. Hier muss was passieren.
    Ich sehe einen Raum als notwendig, der vielfältig von Jugendlichen genutzt werden kann: Offenen Jugendarbeit oder auch zum „verträglichen“ Feiern.

  • Jetzt Bürgerbeteiligung und Initiativen des Miteinanders fördern. Sei es kleine Projekte wie „Eltern gestalten Spielplatz“ oder Aktionen für Jugendliche oder Selbsthilfegruppen für Pflegende Angehörige.
  • tolles Beispiel ist die Dorferneuerung Finsing. Gemeinsam auf den Weg machen, das eigene Umfeld und die eigene Zukunft in die Hand nehmen.
  • Klimaschutzkonzept auf breiter Basis umsetzen.
  • ÖPNV: verlangt Ausdauer, Chance im Alter.
  • Eigene Wasserversorgung: Umweltschutz pur
  • Ortsmitte Neufinsing dranbleiben. Mittelfristig Ausbau der Kapaziät der Nahversorger.
Arbeiten
  • für einheimische Unternehmen: in Ortsmitte NF Gesundheitshaus vorantreiben
  • Gewerbeflächen für unsere Existenzgründer ausbauen
  • Arbeitsplätze durch Gemeinde: wo möglich und sinnvoll Arbeitsplatz selbst stellen, andernfalls vor Ort vergeben
  • DSL/Glasfaser: derzeit guter Ausbaustand wird für Zukunft erweitert werden müssen. Kommunikationsinfrastruktur ist mindestens so wichtig wie Strassen