erfolgreicher 5. Umweltaktionstag!

VonJosef Eichinger

erfolgreicher 5. Umweltaktionstag!

5. Umweltaktionstag von SPD und Grünem Wählerforum Finsing

Der Natur eine Chance geben!
Der heutige Sonntag stand ganz unter dem Motto „summt Finsing?“- und man kann sagen, ja, in einem Garten auf alle Fälle!
Heinz Schmidbauer hat zusammen mit seiner Frau ein kleines Paradies für Tiere geschaffen. 30 verschiedene Vogelarten finden sich in seinem Garten ein um sich satt zu essen. 12 verschiedene Libellenarten, diverse Wildbienenarten und auch noch ein paar wenige Raupen bzw. Falter. „Noch vor 15 Jahren waren an einem Abend mehrere hundert Falter und Schmetterlinge da, nun sind es nur noch 3 bis 4 Stück“, erzählt der Tierfotograf aus Neufinsing. Mit einer speziellen Lampe lockt er seit vielen Jahren die Falter an um sie zu beobachten und den Bestand zu zählen.
In seinem Garten hat Heinz Schmidbauer viele kleine Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten für Insekten angelegt und die passenden, nahrhaften Pflanzen und Blumen angesiedelt um die Lebensbedingungen für die vom Aussterben bedrohten Insekten- und Vogelarten so attraktiv wie möglich zu machen.
Auch Irena Meilick, erklärt uns auf der kleinen Kräuterwanderung zwischen Ortsmitte und Spielplatz Lärchenweg wie wichtig heimische Pflanzen für die Bestäubung und Erhaltung des Ökosystems sind. Kornelkirsche, Hollunderstaude, Lavendel, Gänseblümchen und Löwenzahn. Bereits jetzt im Frühjahr blüht es schon ein wenig. Doch leider werden die bunten Flächen immer weniger und die klassische Grünflächen immer mehr. Keiner hat Mut zur „Schlampigkeit“. Rasenmäherroboter und Laubbläser zerstören die natürlichen Futter- und Brutplätze der Tiere. Alles muss sauber und akkurat sein. Doch wenn jeder eine kleine Ecke im Garten „wild“ lassen würde, hätten wir schon viel gewonnen. Das weiß auch Frau Dr. Susanne Richardson von der Vereinigung Blühende Landschaften aus Wörth. Bei dem ausführlichen Vortrag lernen wir, wie wir im eigenen Garten wieder Insekten ansiedeln können. Auch Gemeinden und Landwirte können ihren Beitrag leisten. Unterstützung und Beratung durch ausgebildete Fachkräfte zum Thema „unsere Kulturlandschaft soll wieder blühen“ stehen Privatpersonen sowie den Gemeinden jederzeit zur Verfügung. Auf einander zugehen, aufklären ins Gespräch kommen und an die Vernunft appellieren, das rät uns die studierte Geologin.
Was hält uns jetzt noch ab? Die Zuhörer sind begeistert und motiviert. Bei Kaffee und Kuchen werden schon Pläne für die nächste Aktion in Sachen Bienen und Blumen geschmiedet….Denn noch summt Finsing sehr leise…
http://www.bluehende-landschaft.de

Über den Autor

Josef Eichinger administrator

SPD Ortsverein Finsing Schriftführer